Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
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Moritz Breurather, Schüler der 1AHME, nahm im Februar an der Projektwoche „Angewandte Mathematik“ teil, die vom Verein Stiftung Talente in Zusammenarbeit mit dem Landesschulrat für Oberösterreich und der Johannes Kepler Universität veranstaltet wurde.

Fünf Tage lang beschäftigt man sich dort mit genau dem, was der Name vermuten lässt – Anwendung von Mathematik im echten Leben. Gemeinsam mit 11 anderen Schülern verschiedenen Alters bearbeitet man tagsüber praxisnahe Themen und abends wird gespielt, gesportelt und an kniffligen Problemen gerätselt. Ob mathematischer Fünfkampf, Neuschnee-Joggen oder schätzen, wie viele Josefs in Kefermarkt leben – es ist ein Erlebnis, welches die Fehlstunden definitiv Wert ist.

Als Teilnehmer an der Projektwoche „Angewandte Mathematik“ im Schloss Weinberg in Kefermarkt kann ich sagen, dass diese fünf Tage die versäumten Schulstunden bei weitem aufwiegen. An einem tollen Ort, umgeben von Menschen, die so vieles wissen, bekommt man Dinge beigebracht, die man sonst nie lernen würde, und das mit Universitätsprofessoren, zu denen man auch noch du sagen darf. Ein Ausnahmefall für einen Schüler.

Obwohl es das kleine Zweibettzimmer nicht sofort vermuten lässt, fühlt man sich im Schlossgebäude sofort heimisch. Trotz der kalten Gänge ist das alte Gemäuer friedlich und verströmt eine Ruhe, die man in der Schule nie bekommen könnte. Die anfängliche Verwirrung ob der Wegfindung ist auch schnell beseitigt, denn so schwer ist der eigene Seminarraum jetzt auch nicht zu finden.

Einmal angekommen, sitzt man nun dort, zusammen mit elf anderen Jugendlichen, in meinem Fall alle älter, und einer Dozentin der Johannes Keppler Universität. Die relativ simple Einführung zu meinem Kurs, „Digitale Bildverarbeitung“, schlägt jedoch alsbald in einen zwanzigminütigen Crashkurs für höhere Mathematik um, welcher einem den Kopf rauchen lässt. Jedoch ist man nicht alleine – man hat genug Helfer, die einem etwas erklären und geduldig warten, bis man es verstanden hat. Sogar die Projektleiterin lässt sich mit einem einfachen „Dani?“ oder ähnlichem rufen, und hilft gerne, ohne jedoch die Herausforderung am Problem zu nehmen. Und dann kann der Spaß losgehen. Man hangelt sich von Problemstellung zu Problemstellung, arbeitet sich durch Filtermethoden durch, und erzielt schlussendlich Ergebnisse, die sich sogar vor dem ORF sehen lassen können, der einen Bericht über die Woche fabrizierte. Auch die abendlichen Schätzspielchen und Rätsel, sowie sportliche Aktivitäten runden die Erfahrung gut ab, und machen Lust auf mehr.


Alles in allem lässt sich behaupten, dass ich mich gerne wieder auf die Spuren solcher mathematischen Probleme begebe, einerseits der Gesellschaft wegen, andererseits lockt die Herausforderung, etwas praxisnahes und realistisches in Verbindung mit gewöhnlicher, wenn auch etwas erweiterter Schulmathematik zu erreichen.

Moritz Breurather, 1AHME 2014/15

Für Interessierte hier der Link zur Homepage: http://www.projektwoche.jku.at/