Um den Bedarf an gut ausgebildeten Technikern auch in Zukunft decken zu können - die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist im letzten Quartal um 50% gestiegen -, ist es notwendig, die Pflichtschüler für technische Berufe zu interessieren und entsprechend vorzubereiten.
Durch bessere Information der Schüler, fachliche Unterstützung der Lehrer und Bereitstellung entsprechender Unterrichtsmittel soll dieses Ziel erreicht werden.

Die Wirtschaft sucht in zunehmendem Ausmaß gut ausgebildete Techniker. Speziell im Bereich Elektronik - Informatik werden nach der Flaute, die dem Boom zur Jahrtausendwende folgte, wieder verstärkt Mitarbeiter gesucht.

In der ORF „futurezone“ war kürzlich zu lesen: „Das Jobangebot für IT-Profis in Österreich ist innerhalb eines Jahres um über 50 Prozent gewachsen. Besonders begehrt sind laut IT-Jobmonitoring Software-Entwickler in der Automationsbranche. Insgesamt 3.879 Jobanzeigen in österreichischen Zeitungen und Online-Jobbörsen zählt der IT-Indikator des Beratungsunternehmens Robert Fitzthum Management Consulting für das dritte Quartal 2006.“

Das 2. Schulrechtspaket 2005 sieht im neu eingefügten §65a des Schulunterrichtsgesetzes vor, dass „zum Zweck der Befähigung für das Berufsleben und der Erleichterung von Übertritten im Rahmen schulautonomer Lehrplanbestimmungen sowie sonstiger schulautonomer Maßnahmen Kooperationen mit anderen Schulen oder außerschulischen Einrichtungen eingegangen werden können“.

Um den Bedarf an Spezialisten für die Informations- und Kommunikationstechnologien auch in Zukunft sicher zu stellen, geht die Abteilung Elektronik mit ihren Ausbildungsschwerpunkten Technische Informatik – „Die Softwareingenieure“ sowie Computer- und Leittechnik – „Die Automatisierungsprofis“ auf der Basis dieser neu geschaffenen rechtlichen Möglichkeiten Kooperationen mit Hauptschulen ein.

Eine derartige Kooperation wurde am 27. November 2006 mit der Hauptschule 1 in Windischgarsten besiegelt. In einer ersten Besprechung wurden von HTL-Direktor Franz Reithuber, Hauptschuldirektor Andreas Stallinger, Bildungsberaterin Marianne Zöchbauer, Elektronik-AV Josef Bachlechner sowie Lehrkräften aus den Bereichen Mathematik, Physik und Werkerziehung zukünftige Maßnahmen festgelegt:

  • Schüler der Elektronikabteilung informieren die angehenden Absolventen der Partnerschule im Rahmen der Berufsorientierung über die Elektronik-Ausbildung aus der Sicht der unmittelbar Betroffenen.
  • Lehrkräfte der Partnerschule erhalten spezielle Schulführungen, um einerseits die fachlichen Erfordernisse für den Einstieg in eine HTL, andererseits die Anwendung der mathematischen und physikalischen Grundlagen in der Elektronik und Informatik besser kennenzulernen.
  • Das Schnupperangebot für Schüler der Partnerschule wird erweitert.
  • In Workshops mit Lehrkräften der Partnerschule und der Abteilung Elektronik – Informatik werden für die technikrelevanten Gegenstände der Hauptschule neue didaktische Wege erarbeitet.
  • Im fachpraktischen Unterricht der Elektronik-Abteilung wird Anschauungsmaterial für den naturwissenschaftlichen Unterricht der Partnerschule erarbeitet und gefertigt. Für den Unterricht „Technisches Werken“ werden elektronische Komponenten und Übungsmaterialien mit dem entsprechenden Fertigungs-Know-how zur Verfügung gestellt.

Diese Maßnahmen werden laufend auf ihre Effizienz überprüft, und falls erforderlich, aktualisiert und erweitert, damit das Ziel angestrebte Ziel bestmöglich erreicht werden kann.