Am 3.März 2008 machte die 3AHELI eine Exkursion zu den Firmen Sprecher Automation und Technosert.
Sprecher Automation
Unsere erste Station war vormittags die Franckstraße in Linz, wo die Firma Sprecher Automation ihren Hauptsitz hat. Dort wurden wir von Herrn Dorfer, dem Personalchef, sehr freundlich empfangen und in die Firmengeschichte und Arbeitsgebiete des Unternehmens eingeführt. Wir erfuhren unter anderem, dass Sprecher Automation bereits seit 1913 besteht. Gegründet wurde die Firma unter dem Namen Sprecher & Schuh. Seither gab es diverse Namensänderungen, doch man kam darauf, dass der Name „Sprecher“ bereits in den Köpfen der Kunden verankert war. 2002 wurde die Alstom Austria AG (Sprecher Automation hieß zur damaligen Zeit so) an eine Gruppe von Managern verkauft und wurde so zum Unternehmen Sprecher Automation GmbH. Seit 2002 hat das Unternehmen, welches zur Zeit 239 Mitarbeiter beschäftigt, bereits 158 Neueintritte, davon sind 66 HTL-Abgänger. Mittlerweile hat Sprecher Automation auch Auslandsstandorte, u.a. in Deutschland und Polen, und wird diese auch weiterhin ausbauen.
Sprecher Automation beschäftigt sich mit der Automatisierung von Schaltanlagen im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsbereich, mit Trafostationen, elektrischer Gebäudetechnik sowie Sicherheitstechnik.
Auch die Anlagen- und Prozessvisualisierung ist eines von vielen Angeboten des Unternehmens.
Bei der Führung von Herrn Klug durch die Werkstätten der Firma sahen wir unter anderem Automatisierungsbeispiele in der Holzindustrie.
Ein Steuerungssystem für die komplette Automatisierung vom Baumstamm bis zu sortierten Brettern wurde uns gezeigt. Ein kurzer Film dokumentierte den Einsatz des vollautmatischen Steuerungssystems in einem Sägewerk.
Zum Abschluss gab es noch ein Mittagessen in der werkseigenen Kantine und die Auflösung einer Schätzfrage, bei der Stefan Lambert 20€ gewann.
Impressionen zu Sprecher Automation

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Technosert
Da es nun schon Nachmittag wurde, gingʻs weiter ins Mühlviertel nach Hagenberg zur Firma Technosert. Das Unternehmen wurde 1988 von Johannes Gschwandtner gegründet und sieht sich selbst als ein Dienstleistungsunternehmen.
Auch hier gab es eine kurze Einführung zur Firmengeschichte und den Aufgabenbereichen, welche grob zusammengefasst Qualitätssicherung, Logistik, Prozesstechnik, Forschung und Entwicklung und die Fertigung umfassen.
Technosert baut je nach Kundenwunsch ein Projekt von einer Idee aus auf, führt Verbesserungen an bereits bestehenden Produkten durch oder fertigt auch bereits vom Kunden selbst entwickelte Produkte.
Die Namen der Auftraggeber und auch Projekte sind oftmals (je nach Kundenwunsch) geschlossene Projekte, und sind sozusagen „privat*“(*Anspielung auf Java). Das Unternehmen ist darauf ausgelegt den gesamten Erstellungsprozess abzudecken, von einer Idee ausgehend bis hin zur Serienreife. Dazu trägt auch die enge Zusammenarbeit zwischen Hard- und Softwaretechnikern bei.
Nach Herrn Stöckls Einführung mussten wir aufgrund von EMV(Elektromagnetische Verträglichkeit) Arbeitsmäntel anziehen und ein Schuhband auf die Schuhe geben. Beim Eintritt in die Fertigung wurde der Widerstand gemessen. All diejenigen, bei denen die Kontrolllampe grün aufleuchtete, durften hinein.
Wir sahen nun die Fertigung der SMD-Platinen. Auch viele Arbeiter waren in der Fertigung tätig, vorwiegend um bedrahtete Bauteile zu bestücken.
Ein Blick durch das Mikroskop zeigte uns die äußerst kleinen Lötzinnkügelchen.Auch den von Technosert eingesetzten 2D-Barcode zur genauen Identifizierung von Platinen mit ihren Bauteilen konnte man erst durch das Mikroskop erkennen.
Mehrere Siplace Automaten waren im Einsatz. Das automatische Bestücken war durchaus interessant mitanzusehen. Auf eine Verringerung der Geschwindigkeit bei der Platzierung eines großen ICs, weil dieser sonst herunterfallen würde, hätte wohl keiner von uns gedacht...
Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass Technosert ein eigenes Ausbildungsprogramm hat, um neue Fachkräfte auszubilden. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 105 fix Angestellte und hat einen jährlichen Zuwachs von etwa 20-25%.
Impressionen zu Technosert

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Bernhard Ehrengruber, 3AHELI