Wichtige Termine

FEB
5

05.02 2018 - 02.03 2018

MäR
4

04.03 2018 - 09.03 2018

APR
4

8:00 04.04 2018 - 19:00 07.04 2018

APR
5

05.04 2018 8:00 - 17:00

APR
5

8:00 05.04 2018 - 17:00 07.04 2018

Unter Betreuung von Frau Prof. Hessmann verbrachten wir, die 5AHMEP, nach langer Planung zwei aufschlussreiche Tage in der Bundeshauptstadt Wien. Das Programm, welches wir in den zwei Tagen erlebten, bot für jeden Geschmack etwas.

 

 

 

 

 

 

Bei etwas bewölktem Himmel war es weder zu heiß noch zu kalt. Nach Ankunft und kurzem Besuch am Naschmarkt stand zunächst der Besuch der Technischen Universität an. In einer Vorlesung zum Thema „Asynchronmaschinen“ konnten wir uns einen Eindruck verschaffen, wie das spätere Studentenleben mit seinen Vorlesungen aussehen könnte und worin die Unterschiede zum Unterricht an der Schule liegen.
Im Verlauf des Nachmittags stand zudem der Besuch des Kunsthauses auf dem Programm, in dem zur Zeit die Ausstellung „Kontroversen“ zu sehen ist. Gezeigt wurden Pressebilder von den Anfängen der Fotografie bis heute. Die ausgestellten Bilder hatten eine gemeinsame Geschichte: Sie alle lösten zum Zeitpunkt ihres Erscheinens heftige Diskussionen über „Dürfen“ und „Nichtdürfen“ der Pressefotografie aus. Interessante Erkenntnis der Ausstellung: Jeder Mensch empfindet Grenzen des Erlaubten subjektiv anders, d.h. was für einen Menschen in Ordnung sein kann, mag sein Gegenüber bereits anstößig oder gar verachtend finden. Nach einem leckeren Abendessen beim Italiener schloss der erste Tag mit einer Kabarettvorstellung im Palais Nowak bei den Gasometern ab.

 

 

Tags darauf standen für uns neben einem Bummel und einer historischen Besichtigung der Wiener Altstadt vor allem zwei Programmpunkte auf der Tagesordnung: In der Albertina sahen wir eine Kunstsammlung vom Impressionismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und erfuhren in knapp zwei Stunden mehr über Kunstgeschichte, als ein Großteil der Klasse im bisherigen Leben gehört haben dürfte.

 

Im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse hörten wir viel über die Geschichte des jüdischen Wien mit all seinen Höhe- und Tiefpunkten. Von den Glanzzeiten unter Joseph II oder Franz Joseph bis hin zum menschenverachtenden Novemberprogrom wurde uns - einem sehr engagierten Museumsführer sei Dank - nicht bloß die jüdische Geschichte näher gebracht. Dank eines sehr interessant gestalteten Vortrags sind wir nun um einiges schlauer, was jüdische Speisegesetze, die Gemeinsamkeiten der monotheistischen Religionen Judentum, Islam und Christentum oder der Aufbewahrung einer Thora angeht. Der anschließende Besuch beim Schnitzelwirt mit Schnitzeln so groß wie zwei Teller tat ein Übriges zu den zwei durchwegs gelungenen Tagen.

 

 

Wir bedanken uns bei Prof. Hessmann für die immer wieder aufgebrachte Geduld und ihr Durchhaltevermögen, 25 quasi-erwachsene Männer als einzige Frau durch Wien zu führen.


Patrick Vierthaler