…so intonierte die jugendliche Percussiontruppe der Musikschule Bad Hall anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Sonderausstellung im „Forum Hall“.
Unter dem Titel "Edler Glanz in Stahl, Gold und Silber" wurde die Ausstellung im "Forum Hall" am 14. Mai feierlich eröffnet.
Sie gibt noch bis 26. Oktober 2011 Einblicke in die Arbeiten der Fachschule für Kunsthandwerk und Design der HTL Steyr.
Geöffnet ist die Schau Donnerstag bis Sonntag, jeweils 14.00-18.00 Uhr.
Zeichnungen, wie sie im Unterricht aus „Fach- und Entwurfzeichnen und angewandte EDV“ bzw. „Darstellung, Komposition, Entwurf und Design“ entstanden sind, zeigen den Weg der Schüler auf von der Umsetzung grundlegender Raumzusammenhänge über das Erlernen fachspezifischer Oberflächengestaltungen bis zum Entwurf für die Umsetzung in Atelier und Werkstätte.

Die angehenden Goldschmiede zeigen Schmuckstücke, vorwiegend aus Silber, und Tischobjekte aus dem Bereich der Gürtlerei, z.b. Schalen oder Salz- und Pfefferstreuer. Sowohl die Perfektion der Verarbeitung als auch das Design zeugen von großer Professionalität.

Die Graveure präsentieren den Weg von der Modellierung über den Gipsabguss und die Prägeform bis zur fertigen Medaille. Messer, die von der Klinge aus Damaszenerstahl bis zum – mit Gravur, Ziselierung und Tauschierung gestalteten - Griff von einer Hand sind, stehen für die Bandbreite der Ausbildung. Und dass neben den maschinellen Techniken, die heute vermehrt das Berufsbild des Graveurs prägen, auch traditionelle Technologien wie beispielsweise der Stahlschnitt geübt werden, hat vor allem den Festredner, Herrn Dr. Lettner, begeistert. Als Vertreter des Gerstmayr-Museums Mauthausen ist ihm die Pflege klassischer Handgravur-Technik und des Stahlschnittes ein ganz besonderes Anliegen.

Gerade der Graveurbereich bildet den „link“ zwischen Tradition und Moderne: Die Ausstellung „Verborgenes aus alter Zeit“ ermöglicht mit der Präsentation von Michael Blümelhuber und Hans Gerstmayr einen Blick in die Vergangenheit.
Werke und Werkzeuge Michael Blümelhubers und Hans Gerstmayrs sind hier großteils durch Fotos repräsentiert, doch bemerkenswert ist wohl, dass es den Organisatoren gelungen ist, den Schlüssel des Linzer Mariendoms – ein Hauptwerk Michael Blümelhubers – im Original zu präsentieren. Auch das Pektoral des Abtes, eine Leihgabe aus dem Stift Kremsmünster, ist im Original zu sehen.
Hier ist ein besonderer Dank an den Hausherrn, Herrn Dir. Franz Ehrenhuber, und an seine umsichtige Mitarbeiterin, Frau Kubitschek, angebracht.

Die Kunstschmiede und Metallplastiker – „jüngstes Kind“ der Steyrer Fachschule – präsentieren einen Querschnitt durch den Aufgabenbereich des traditionellen Schmieds und setzen einen Schwerpunkt im Bereich des Damastschmiedens.

Doch nicht alle Exponate lassen sich jeweils einem bestimmten Ausbildungszweig zuordnen: Seit Jahren nimmt die Fachschule für Kunst und Design am Wettbewerb „JuvenArta“ teil, und auch, wenn sich dieser an junge Schmuckgestalter wendet, waren es zwei Mal Graveurinnen, die den Hauptpreis erringen konnten, und die vorderen Plätze teilen sich gleichermaßen Goldschmiede, Graveure und Kunstschmiede.
Eine kleine Auswahl erfolgreicher Wettbewerbsarbeiten steht für die gleich bleibend hohe Qualität.

Der Wettbewerb „Jugend innovativ“ soll in erster Linie den Erfindungsgeist angehender Techniker ansprechen und wendet sich vor allem an die Schüler der höheren Jahrgänge Berufs bildender höherer Schulen. Die Kategorie „Design“ ermöglicht auch Gestaltern eine Teilnahme, und dass im vergangenen Jahr eine dritte Klasse einer Fachschule bundesweit auf dem zweiten Platz landete – dies hinter einem Maturaprojekt einer einschlägigen Schule – spricht für sich. Neben dem erfolgreichen Projekt „Eiertanz“ ist auch die Trophäe ein Ausstellungsstück, denn diese wurde nicht nur erworben, sondern auch von einer Goldschmiedin der Abteilung gestaltet.

Das Konzept, das der Ausstellung zugrunde liegt, präsentiert die Objekte in frischer, sommerlicher und dennoch eleganter Farbigkeit und verzaubert mit spiegelndem Glanz.
Und neue – „druckfrische“ – Prospekte der einzelnen Ausbildungszweige ergänzen die Schau und bieten zusätzliche Information.
Impressionen zur Ausstellung

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