Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
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Schon einige Jahre lang stelle ich im Unterrichtsfach Darstellung, Komposition, Entwurf und Design die Aufgabe, einen Entwurf für eine Uhr zu gestalten. Dabei ist gefordert, vom konventionellen Design einer Uhr, also digitale bzw. analoge Anzeige zu verwenden, abzuweichen und sich alternative Möglichkeiten des Zeit-Ablesens zu überlegen.
Die Schüler der 4.Klasse der Fachschule für Metalldesign, Ausbildungszweig Graviertechnik, haben sich auch heuer wieder dieser Herausforderung gestellt.

Das Herangehen an eine Lösung teilt sich in folgende Schritte:

  1. Brainstorming: Dabei geht es darum, ohne schon über Rahmenbedingungen nachzudenken, Begriffe zu finden, die sich unmittelbar beim Denken an eine Uhr ergeben.
  2. Auswählen eines Begriffes und erste skizzenhafte Konkretisierungen und Argumentationen.
  3. Erstellen eins Konzeptes, wie der Entwurf zeichnerisch umgesetzt werden soll.
  4. Dreidimensionale Umsetzung des Entwurfs in eine kundenorientierte, anschauliche Form.
  5. Präsentation des Produktes in Form einer Werbeseite für eine Fachzeitschrift.

Herr Julian Luftensteiner hat sich entschieden, eine Uhr in Form eines Sternmotors zu gestalten, wozu ihn eine Szene aus einem Film angeregt hat. Daher kommt auch die Namensgebung. Er bediente sich für die Konstruktion der 3D-Software „SolidEdge“. Dabei wurde jedes Einzelelement als Part-Teil konstruiert, und anschließend im Assembly-Tool zusammengebaut.

Kollege Benedetto wurde auf diesen Entwurf aufmerksam und motivierte Herrn Luftensteiner, beim diesjährigen CAD 3D-Wettbewerb teilzunehmen. Das bedeutete aber, dass noch Zeichnungsableitungen der Einzelteile erstellt werden mussten, und besonders der ingenieurmäßige Aspekt der Konstruktion einiges an Überarbeitung erforderte.

Herr Luftensteiner stellte sich dieser Herausforderung, vor allem in seiner Freizeit, und reichte schließlich seine Arbeit beim Young Austrian Engineers CAD-Contest 2014 in der Kategorie Design ein.
Die Freude war natürlich groß, als diese Arbeit mit einem Sonderpreis belohnt wurde.

Die Preisverleihung fand am 27.05.2014 im Linzer Technikum statt.


 

Ich gratuliere Herrn Luftensteiner sehr herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung. Im Hinblick auf die 5-jährige Ausbildung an der Höheren Abteilung für Design, die es seit 2 Jahren an der HTL Steyr gibt, stellt diese – auch ingenieurmäßige – Leistung eine hoffnungsvolle Perspektive dar.

 

Mag. Klaus Pichler