Am Freitag, 11.12.2009, feierte ein hochkarätiges Fachpublikum die Preisträger und Preisträgerinnen des Österreichischen Schmuckdesign-Nachwuchs-Wettbewerbs. Den feierlichen Rahmen dieser Veranstaltung, die nun bereits zum siebten Mal stattfand, bildete das Palais Festetics in der Berggasse in Wien, in dem die WKO eine Niederlassung hat.
Fünf Schülerinnen der Abschlussklasse der Fachschule für Kunsthandwerk und Design konnten sich mit ihren Arbeiten unter knapp 80 Einsendungen aus 9 eingeladenen Schulen behaupten: Martina Gutenbrunner verbuchte den Gesamtsieg für sich. Ihre Klassenkollegen belegten die Plätze 6, 7, 9 und 10 und damit die Hälfte der vergebenen Preise.
Goldschmiede und Schmuckkünstler in Ausbildung waren dazu aufgerufen, Schmuck-Entwürfe zum Thema „stone age“ einzureichen und ihre Ideen zum Thema auch schriftlich darzulegen.
Im ersten Jury-Durchgang wurden die besten 10 TeilnehmerInnen ermittelt, die dann eingeladen wurden, ihre Entwürfe auch in Schmuck umzusetzen. Ein weiterer Jury-Durchgang entschied über die endgültige Zuteilung der Preise.

Marlene Haider landete mit ihrem Kollier „Jagdkreis“ auf dem 10. Rang und erhielt damit einen der begehrtesten Sachpreise: Einen modernen Hängebohrmotor.
Helene Spitzbart fertigte einen Kultschal unter dem Theme „bones, stones and teeth“, erreichte den 9. Rang und freut sich schon darauf, als Preisträgerin im Jahresbericht vorzukommen. Bisher hatte sie als wichtige Mitarbeiterin so manchen Artikel über Preisträger redigiert.
Ein sehr schmuckhaftes Diadem mit der Bezeichnung „Glasfaustkeile“ brachte Eleonora Schmoll den 7. Platz. Für sie ist es nach einer Anerkennung in einem Wettbewerb des Vorjahres bereits die zweite Auszeichnung.
Fragmente „menschlicher Errungenschaften der Steinzeit“ fügte Johanna Ramsauer zu einem Kollier zusammen und platzierte sich damit als sechste. Als fertige Goldschmiedin und Graveurin im Abschlussjahr brillierte sie mit Perfektion.
Das Siegerobjekt „Fenster zurück“ zeigt eine vergoldete Hohlform an einem Fellband, die in ihrem Inneren Bilder aus der Vergangenheit birgt und Fragmente davon dem Blick freigibt. Die Siegerin Martina Gutenbrunner brillierte sowohl im Umgang mit dem Computer-Zeichenprogramm als auch mit der handwerklichen Umsetzung.

Alle eingereichten Schmuckobjekte bestachen neben der Qualität des Entwurfs auch durch handwerkliche Präzision, was seitens der anwesenden Fachleute vielfach bestätigt wurde.
Obwohl es ausschreibungsgemäß möglich gewesen wäre, professionelle handwerkliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wurden alle Preisträger-Arbeiten im Atelier der HTL Steyr angefertigt: Eine gut funktionierende Klassengemeinschaft, Teamgeist und der große Einsatz der Atelierlehrer ermöglichten dies.
Dass die Preisträgerinnen dies anerkannten und sich öffentlich bei den Lehrern der Schule für die geleistete Hilfestellung bedankten, freut uns ganz besonders.

Die Jury war hochkarätig:
  • Den Vorsitz führte der international anerkannte Schmuckkünstler Thomas Hauser mit Atelier und Lehrverpflichtung in New York.
Weitere Fachleute aus den verschiedensten Bereichen der Schmuckgestaltung bürgten für die Qualität der Veranstaltung:
  • Oberösterreich war in der Jury durch Mag. Claudia Aichhorn MA vertreten. Sie repräsentiert die künstlerische Seite der Schmuckgestaltung und die Interessen des Handwerks gkleichermaßen.
  • Frau Dr. Elisabeth Schmuttermeier, Kuratorin der Metallsammlung des Museums für Angewandte Kunst in Wien.
  • Dr. Martin Palffy, Gründer und Mitbetreiber der Internet-Schmuckplattform „BeyArs.com“
Die Goldschmiede und Schmuckkünstler Nicole Inführ, Elisabeth Krainer, Alexander Skrein, Franz Matosch und Mag. Nadja Zweigler vervollständigten das Team.

Dem Veranstalter, Herrn Alfred J. Römer, gelang es erneut, wichtige Vertreter der Schmuckbranche als Partner zu gewinnen und damit Sponsoren zu finden, die attraktive Preise zur Verfügung stellten.
Die Gesamtorganisation übernahm wieder in bewährter Weise Frau Christine Aghamanoukjan.

Impressionen zum Wettbewerb

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