Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
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Am Freitag, 05.12.2008, feierte ein hochkarätiges Fachpublikum die Preisträger und Preisträgerinnen des Österreichischen Schmuckdesign-Nachwuchs-Wettbewerbs. Drei Schülerinnen und ein Schüler der Abschlussklasse der Fachschule für Metalldesign konnten sich mit ihren Arbeiten unter über 80 teils internationalen Einsendungen behaupten: Christina Sieberer konnte den Gesamtsieg für sich verbuchen. Ihre Klassenkollegen beanspruchten die Plätze 3, 7, 9 und 10 und damit die Hälfte der vergebenen Preise.
Goldschmiede und Schmuckkünstler in Ausbildung waren dazu aufgerufen, Schmuck-Entwürfe zum Thema „arabic dreams“ einzureichen und ihre Auffassung des Themas schriftlich darzulegen. In einem ersten Jury-Durchgang wurden die besten 10 TeilnehmerInnen ermittelt, die ihre Entwürfe auch handwerklich umzusetzen hatten. Ein weiterer Jury-Durchgang entschied über die endgültige Zuteilung der Preise.

Monika Minichberger konnte gleich mit zwei eingereichten Entwürfen punkten und wurde mit den Plätzen 7 und 10 belohnt – wobei der Sachpreis des zehnten Platzes, ein Hängebohrmotor mit Handstück, jedes Jahr besonders begehrt ist und auch der angehenden Graveurin sehr entgegenkommt.
Katharina Lang – einzige Goldschmiedin in der Runde der Preisträger - erreichte mit ihrem Ring den neunten Gesamtrang.
Mit einem Ohrschmuck mit integriertem Kopfhörer erreichte der angehende Kunstschmied und Metallplastiker Gabriel Sieghartsleitner den ausgezeichneten dritten Platz. Die eingereichte Entwurfszeichnung hätte jedem Goldschmied zur Ehre gereicht, und bei der Umsetzung in Edelmetall halfen die Goldschmiede der Klasse.
Mit Christina Sieberer, Graveur-Schülerin des Abschluss-Jahrganges der Fachschule für Metalldesign an der HTL Steyr, errang erstmals eine Steyrer Schülerin den Gesamtsieg des Wettbewerbs! Das preisgekrönte Schmuckstück ist ein Kollier mit der Bezeichnung „scent of war“ und zeichnet ein sehr ambivalentes Bild der arabischen Welt: Die aromatischen Gewürze der Araber in Glasphiolen gefasst in einem Patronengurt – zwei Facetten des arabischen Traums.

Obwohl es ausschreibungsgemäß möglich gewesen wäre, professionelle handwerkliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wurden alle Preisträger-Arbeiten im Atelier der HTL Steyr angefertigt: Eine gut funktionierende Klassengemeinschaft, Teamgeist und der große Einsatz der Atelierlehrer ermöglichten dies.

Die Jury war hochkarätig ...
Den Vorsitz führte der Schmuckkünstler Florian Wagner. Schmuck-Designer Prof. Sven Boltenstern, der die Veranstaltung bereits seit Beginn betreut, interessierte sich sehr für die Fachschule für Metalldesign in Steyr und wird demnächst einen Besuch abstatten. Der vielfach ausgezeichnete Schmuckgestalter Manfred Seitner bürgte dafür, dass neben der gestalterischen Brillanz auch Funktionalität und handwerkliche Präzision bewertet wurden. Mit Mag. Claudia Aichhorn MA war erstmals auch eine Oberösterreicherin in der Jury vertreten.
Weitere Fachleute aus den verschiedensten Bereichen der Schmuckgestaltung bürgten für die Qualität der Veranstaltung:
Prof. Fritz Maierhofer, international anerkannter Schmuckkünstler und Lehrbeauftragter an zahlreichen Hochschulen
Frau Dr. Elisabeth Schmuttermeier, Kuratorin der Metallsammlung des Museums für Angewandte Kunst in Wien.
Dr. Martin Palffy, Gründer und Mitbetreiber der Internet-Schmuckplattform „BeyArs.com“
Die Goldschmiede und Schmuckkünstler Alexander Skrein, Thomas Hauser, Elisabeth Krainer und Mag. Nadja Zweigler vervollständigten das Team.

Dem Veranstalter, Herrn Alfred J. Römer, gelang es wieder, die wichtigsten Vertreter der Schmuckbranche als Partner zu gewinnen und so Sponsoren zu finden, die attraktive Preise zur Verfügung stellten. Die Gesamtorganisation übernahm in bewährter Weise Frau Christiane Aghamanoukjan. Diesen beiden gebührt besonderer Dank, denn ohne ihre Initiative und ihr Engagement gäbe es diesen Wettbewerb nicht.
Impressionen

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