Die 4AHMBZ – der vierte Jahrgang der Abteilung Maschinenbau Kraftfahrzeugtechnik – verbrachte vom 24.4.2015 bis 1.5.2015 eine mehr als interessante und abwechslungsreiche Sprachwoche im Zentrum von London.

Am Freitag, dem 24. April um 07:30 Uhr, ging die Reise in Steyr los. Kaum war der Bus um die Ecke gebogen, der uns nach Wien brachte, nahm der Spaß schon seinen Anfang. Hinter dem Steuer saß nämlich ein alter Bekannter. Der Busfahrer, ein lustiger und freundlicher Wegbegleiter, war schon das dritte Mal mit uns unterwegs. Um ca. 13 Uhr Ortszeit empfingen uns Sonnenschein und moderate Temperaturen in London. Nach einer dreiviertelstündigen Fahrt mit der U-Bahn kamen wir endlich wieder ans Tageslicht und nach weiteren zwei Minuten Fußmarsch waren wir auch schon bei der Unterkunft angelangt, im Baden Powell House in South Kensington. Fast schon mitten im Stadtzentrum gelegen war diese Unterkunft unser Ausgangspunkt für die nächsten sechs Tage. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, gab es eine kurze Unterweisung durch unseren Organisator, Herrn Prof. OStR Mag. Peter Schütz, und unserem Reisebegleiter und Klassenvorstand des vierten Jahrgangs der Abteilung Fahrzeugtechnik an der HTL Steyr, Herrn Prof. Dipl.-Ing. Alfred Benedetto. Ersterer ermöglichte uns mit seinen akribisch zusammengestellten Tagesrouten eine Entdeckungstour durch London, die ihresgleichen sucht und nebenbei sorgte er für einen ungestörten und angenehmen Aufenthalt in der Touristenstadt. Unser Klassenvorstand begleitete täglich eine der fünf Gruppen, die auf eigene Faust unterwegs waren und trotz der anstrengenden Routen war er stets für einen Spaß zu haben. Das U-Bahn- und Bussystem ist leicht zu durchschauen und im Nu hatten wir das Gefühl jeden Winkel, jede Gasse und jedes Gebäude in London zu kennen. Am Mittwoch, zwei Tage vor dem Rückflug, schipperten wir in einem Boot die Themse flussabwärts in Richtung Thames-Barrier und trennten uns davon in Greenwich. Dort besuchten wir das „National Maritime Museum“ und fuhren danach mit der mannlosen DLR-U-Bahn zum „Docklands Museum“ und schlussendlich wieder zurück in die wärmende Unterkunft. Dies war aufgrund des strömenden Regens und der niedrigen Temperaturen in Kombination mit dem Wind eine Wohltat. Trotz alledem war es ein gelungener und interessanter Tagesausflug in den Westen von London. Abends gab es täglich genügend Ausgang, und viele genossen die sehr gepflegten Grünanlagen und Parks. Auch die fahrzeugtechnischen Angelegenheiten kamen nicht zu kurz. Auf den Straßen Londons, bedingt durch die hohe Dichte an „Superreichen“, kurvten so einige motorisierte Leckerbissen durch South Kensington, die auch von der Lounge im Baden Powell House aus gut beobachtet werden konnten; Mercedes S-Klasse nahezu im Sekundentakt.
Durch die weiten Wege, die wir jeden Tag zu beschreiten hatten, konnten wir einen sehr guten Eindruck von London gewinnen und lernten auch einiges an geschichtlichem Hintergrund kennen, da stets ein oder mehrere Museen auf dem Tagesplan standen: die Anfänge der Stadt, die Entwicklung der Hafenanlagen an der Themse, Kriege, Stadtbrände, Historien von eindrucksvollen Bauten, Waffensammlungen und sehr edle und auch kostbare Kunstobjekte, um nur einige Impressionen aufzuzählen.
Am Freitag, dem 1. Mai, nach einer geistig erholsamen und eindrucksvollen Woche, traten wir die Rückreise an. Nach der abermals langen U-Bahnfahrt und der Tortur am Flughafen samt Check-in im „English Style“ waren alle froh, endlich im Flugzeug Platz nehmen zu können. Der Start des Flugzeugs war aufregend für jeden Techniker, der weiß, was die Technik dahinter leistet, die Landung war mehr als sanft. Die Freude auf Daheim stand jedem ins Gesicht geschrieben, obwohl noch eine zweistündige Busfahrt bevorstand, und wieder tauchte der uns bekannte Busfahrer auf. Nach einer kleinen unterhaltsamen Ungereimtheit mit den Ordnungshütern ging es ab nach Hause.

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei unserem Organisator, Herrn Professor Peter Schütz, und bei seinem Reisebegleiter, Herrn Professor Alfred Benedetto, für die perfekte Vorbereitung, den glatten Ablauf und den wunderschönen Aufenthalt in England bedanken.


Ihre 4AHMBZ

Verfasst von: Mathias Fischer, Bilder und Mithilfe von Simon Reichhart