Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
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Im Laborunterricht der vierten bzw. fünften Jahrgänge der K-Abteilung steht auch das Chemielabor auf dem Programm – eine ganz neue Erfahrung. Schüler/innen lernen mit chemischen Geräten und Apparaturen umzugehen und lernen für künftige Techniker wichtige Messverfahren kennen.


  Bei einer Wasserhärtebestimmung kann jeder/jede Schüler/in mit-gebrachtes Wasser auf seine Härte untersuchen. Dabei wird das Verfahren der komplexometrischen Titration gelernt. Die Kenntnis der Härte des verwendeten Wassers ist gerade aus technischer Sicht wichtig, weil hartes Wasser große Schäden an Heizschlangen und Kesselanlagen verursachen kann. Aber auch im privaten Bereich ist dieses Wissen von großem Nutzen. Die Lebensdauer von Geschirrspüler und Waschmaschine hängen von der Wasserhärte ab.
Mit einer Schmelzpunktbestimmungsapparatur wird das Schmelzdiagramm zweier organischer Verbindungen ermittelt. Die Schüler/innen lernen dabei, Schmelzdiagramme durch eigenes Arbei-ten besser zu verstehen. Schmelz-diagramme bilden die Grundlage für die richtige Auswahl von Werkstoffen, vor allem von Legierungen und in allen metall-verarbeitenden Bereichen.  
  Natürlich müssen die Ergebnisse im Anschluss an die Messungen gesammelt, Berechnungen durchgeführt und Protokolle verfasst werden. Auch das gehört zum Handwerkszeug angehender Techniker/innen. Ergebnisse müssen in aussagekräftiger Form präsentiert werden, damit die Übungen nachvollziehbar sind und Fehler schnell gefunden werden können.
Die Fotos zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der Arbeiten im Chemielabor. Weitere Übungen beschäftigen sich mit der Viskositätsmessung von Flüssigkeiten, der Messung des Brechungsindexes sowie dem Verfahren der Dünnschichtchromatographie. Den Schülern/innen stehen dabei hochwertige Messgeräte zur Verfügung, die in ihrer Genauigkeit ihresgleichen suchen. Gerade im Chemielabor lernen die Schüler/innen kurz vor ihrem Abschluss noch einen ganz und gar neuen Arbeitsbereich kennen.