Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
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Makro Schleifbild

Im Festigkeitslabor werden sowohl zerstörende als auch nichtzerstörende Werkstoffprüfungen nach unterschiedlichen Normen durchgeführt. Unsere Schlagworte lauten: Zugfestigkeit, Streckgrenze Elastizitätsmodul, Härte und Schlagzähigkeit.

Im Festigkeitslabor gehen wir folgenden Fragen nach und beantworten sie:

  • Wie hart ist das Material und wieviel hält es aus?
  • Wann zerreißt die Probe?
  • Wie sieht das Material unter dem Mikroskop aus?
  • Wie weit kann man ein Blech verformen?
  • Kann man Risse erkennen und sichtbar machen?
  • Wie kann man unsichtbare Fehler im Inneren eines Bauteils erkennen?
  • Wie setzen sich Werkstoffe und Legierungen zusammen?
  • Kann man verschieden behandeltes Material unterscheiden?
Zugversuch

 

 

 

Die Prüfmaschinen erlauben uns folgende Tests:

  • Zugversuch für Flach- und Rundproben (100kN und 340kN max. Zugkraft)
  • Kerbschlagtest (300J)
  • Härteprüfung nach Rockwell und Vickers für Metalle und andere Materialien
  • Shore-Härteprüfung für Kunststoffe
  • Erichsen-Tiefziehversuche
  • Napf- und Napfnachzugversuche für Bleche
  • Biegeversuche
  • Reibverschleißprüfungen
Blechproben tiefziehen

 

 

 

Zu den nichtzerstörenden Materialprüfungen im Labor gehören:

  • Ultraschallprüfung von Werkstücken oder Proben
  • Rissprüfung mittels Farbpenetration oder Magnetpulverprüfung
  • MFI Prüfung für Kunststoffe zur Bestimmung des Schmelzindex
Ultraschall

 

 

 

In der Metallographie werden Gefügeuntersuchungen von Werkstoffproben durchgeführt.

Dazu entnehmen die Schüler kleine ca. 20mm große Proben von Werkstücken, Schadteilen oder Kontrollkörpern und untersuchen sie unter dem Mikroskop mit bis zu 1400facher Vergrößerung. Mittels Digitalkamera werden diese untersucht und mit Fotos dokumentiert. Zuvor werden jedoch die entnommenen Proben von den Schülern geschliffen, poliert und anschließend chemisch geätzt. Anhand dieser Schliffproben kann das Gefüge sichtbar gemacht werden und damit sind Rückschlüsse auf die Form- und Wärmebehandlung des Materials möglich. Auch andere Fehler wie Porositäten, Einschlüsse, Verunreinigungen oder Lunker können so von den Schülern entdeckt werden.

Makro Schleifbild

 

 

Dipl.-Ing. Joachim Strauch
Professor für Fachtheorie
Leiter Festigkeitslabor und Metallographie

Februar 2013