OSR Fatka begrüßt alle 27 Anwesenden, insbesonders HR DI Dr. Gottfried Ehrenstrasser und freut sich, dass Kollege Staufer einen interessanten Vortrag über Klimawandel vortragen wird.

 

 

Entschuldigt: Achleitner, Haunschmid, Hudetz, Freihofner, Andesner, Brunner Josef, Huber, Wiesinger, Gründling.

Der sehr aufschlussreiche Vortrag über Klimawandel umfasst den 1. Teil – Physikalische Grundlagen und den 2. Teil – Vermeidung, Anpassung von Klimaveränderung usw.
Klimawandel – Grundlagen – Was sagt der IPCC-Bericht 2013?
Die Zivilisation ist von den klimatischen Bedingungen abhängig. Die Photosynthese ist weitaus die intelligenteste Sonnenenergienutzung! Der Klimawandel ist weltweit feststellbar und mit hoher Wahrscheinlichkeit weitaus überwiegend anthropogen. Der Klimawandel wird sich zunehmend auf die terrestrischen und maritimen Ökosysteme und in Folge auf die menschlichen Gesellschaftssysteme auswirken.

Kollege Fatka bedankt sich sehr herzlich für das sehr aufschluss- und umfangreiche Referat.


Geburtstage:

 

 

Kunze Kurt 86   Libisch Günther 70
Andesner Ernst 75   Achleitner Viktor 71
Guschlbauer Erwin 74   Breinesberger Walter 72
Walter Franz 86   Brunner Josef 85
Czermak Max 77   Wolfertsberger Franz 72
Hain Christl        
Bachmann Hilde        
Skubic Erika        

 

 

Vorschau:
Donnerstag, 8. Mai 2014, Exkursion SKF, 9,45 Uhr vor dem Haupteingang, nach der Führung Einladung in das Betriebsrestaurant.
Donnerstag, 5. Juni 2014, Schlussveranstaltung – gemütliches Beisammensein im Schwechater Hof.



OSR Max Kraus, 04.04.2014
Schriftführer



Nachlese zum Referat von OStR DI Adolf Staufer:

Klimawandel - Was sagt der IPCC-Klimabericht 2013?
 

 

 

Schon seit Jahrzehnten besteht der Verdacht, dass die erkennbare globale Erwärmung, die damit einhergehenden Klimaveränderungen und Auswirkungen auf die maritimen und terrestrischen Ökosysteme eine wichtige Ursache in der Freisetzung von Treibhausgasen durch die Verbrennung fossiler Energieträger haben könnte. Wegen der möglicherweise katastrophalen Folgen einer weiteren Verschärfung der Lage für zukünftige Generationen wurde 1988 vom Umweltprogramm der UN das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) gegründet und das größte Forschungsprogramm der Menschheitsgeschichte gestartet. Es soll zur Klärung der überaus komplexen Zusammenhänge beitragen und gegebenenfalls Abhilfemaßnahmen finden. Die Ergebnisse wurden in bisher 5 Klimaberichten etwa im Abstand von 6 Jahren veröffentlicht, wobei vom 5. Bericht erst zwei von 3 Teilberichten vorliegen. Der Teil über die physikalisch-wissenschaftlichen Grundlagen wurde im September 2013 publiziert. Der 2. Teil mit dem Titel „Impacts, Adaptation and Vulnerability“ wurde erst am 31. März 2014 in Yokohama der Öffentlichkeit vorgestellt, was dem Vortrag von Koll. Staufer am 3. April eine nicht vorhergesehene Aktualität verlieh.
Im ersten Teil des Referates wurden grundlegende Zusammenhänge der globalen Klimasysteme dargestellt, insbesondere auch die Wirkungen des natürlichen und des anthropogenen (vom Menschen verursachten) Treibhauseffekts.
Um ein Aufheizen des Planeten durch die eingestrahlte Sonnenenergie zu verhindern, müssen einfallende und reflektierte Strahlungsleistung im Gleichgewicht stehen. Ohne Treibhauseffekt ist dies bei einer Oberflächentemperatur von -18 Grad C der Fall. Die Treibhausgase bewirken eine unterschiedliche Transparenz der atmosphärischen Luftschicht für die einfallende Strahlung (spektraler Schwerpunkt bei 500 nm) und die von der Erdoberfläche reflektierte (spektraler Schwerpunkt bei 10 000 nm). Dadurch braucht das Strahlungsgleichgewicht eine Erhöhung der Oberflächentemperatur. Der natürliche Treibhauseffekt trägt dazu +33 Grad C bei und hebt so die Oberflächentemperatur in den Bereich zwischen Gefrier- und Siedepunkt des Wassers an. Derart bildet er eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass Leben in der uns bekannten Form überhaupt existiert. Wie empfindlich das so entstandene ökologische Gleichgewicht ist, zeigt sich darin, dass der bisher durch den anthropogenen Treibhauseffekt verursachte Temperaturanstieg von kaum 1 Grad C zu schwerwiegenden Veränderungen im Klima und den davon abhängigen Ökosystemen geführt hat du weiter führen wird.

Im 2. Teil des Referates wurden die Ergebnisse des Klimaberichtes vom September 2013 vorgestellt. Dabei wurde einerseits auf die bisherigen Ergebnisse von Beobachtungen und Messungen eingegangen, die im Vergleich zu den vorhergehenden Berichten viele neue Erkenntnisse, aber auch eine Erhöhung der Zuverlässigkeit früherer Aussagen brachten (Temperaturanstieg, Erhöhung des Meeresspiegels, Versauerung der Ozeane, Gletscher- und Packeisschmelze). Andererseits wurden die Ergebnisse der darauf aufbauenden Prognosen bis zum Ende des Jahrhunderts erläutert, die unter Annahme von 4 unterschiedlichen Emissionsszenarien modelliert wurden. Diese decken ein Spektrum von der konsequenten Vermeidung mit einer sofort einsetzenden Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zur ungebremsten Fortführung des bisherigen Emissionsanstieges ab. Sie zeigen, dass wir es noch in der Hand hätten, katastrophale Folgen für die Nachwelt zu vermeiden, würden wir unseren schönen Worten endlich auch einmal die entsprechenden Taten folgen lassen.

Der 3. Teil des Vortrages war den brandaktuellen Ergebnissen des 2. Berichtsteiles vom 31. März gewidmet. Aufbauend auf den Ergebnissen des ersten Teiles werden darin konkrete Risiken und Auswirkungen der Klimaveränderungen in Hinblick auf Gefährdungspotenziale, Verletzbarkeit und Exponiertheit von ökologischen und menschlichen Sozialsystemen behandelt. Wie schon im ersten Teil wird auch aus diesen Ergebnissen der Schluss gezogen, dass es noch reale Möglichkeiten gäbe, auch für die nächsten 100 Jahre menschenwürdige Lebensbedingungen sicherzustellen. Will man aber die damit verbundenen Einschränkungen im Gesellschaftssystem nicht hinnehmen und die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen weiter steigern, so ist mit bis zur Existenzgefährdung anschwellenden Gefährdungen bis zum Ende des Jahrhunderts zu rechnen. Das weit verbreitete „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“ und das „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ sind dafür keine tauglichen Rezepte!
Der dritte, noch nicht veröffentlichte Teil des IPCC-Berichtes wird seinen Schwerpunkt bei globalen und regionalen Abhilfemaßnahmen haben, die in die Kategorien Anpassung (adaptation) und Vermeidung (mitigation) einzuordnen sind.



OStR DI Adolf Staufer