Höhere Technische Bundeslehranstalt Steyr
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Am 19. Mai 2011 besuchten die beiden Klassen 2AHMI und 3BHMIZ das Eisenhand, eine Spielstätte des Linzer Landestheaters.
Gezeigt wurde eine dramatisierte und aktualisierte Version von Goethes berühmtem, mehr als 200 Jahre altem Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers".
Dass die Handlung bei entsprechender Adaptierung für ein junges Publikum auch in der Gegenwart noch beeindruckt, zeigten die positiven Reaktionen der Zuschauer/innen.
Die Inszenierung des Stückes “Werther" von Karsten Dahlem, der Goethes Briefroman auch selbst dramatisierte, ist in meinen Augen ein gelungener Versuch, Theater für Jugendliche zu spielen. Die Tragödie, die im Moment in der Eisenhand-Spielstätte des Linzer Landertheaters aufgeführt wird, macht sich Werthers unerfüllte Liebe zur jungen Österreicherin Lotte, die mit einem Geschäftsmann namens Albert verlobt ist, zum Thema. Die Handlung wird durch einen Konflikt der ansässigen Österreicher mit dem deutschen Werther noch erweitert. Diese und viele andere Steine liegen auf Werthers Weg und richten den Visionär schließlich auch seelisch zugrunde.
Mein Eindruck war, dass der verwirrte, selbstverliebte und sehr eigenartige Werther in Bastian Dulisch seine perfekte Besetzung gefunden hat. Auch Katharina Halus hat sich als Lotte, aber auch als ihr Verlobter keine Blöße gegeben. Die aufregende Inszenierung, die durch grelle Lichter, sehr laute und teilweise vulgäre Sprache sowie die Umwandlung der Werther-Briefe zu einem Videotagebuch sehr modern wirkt, ist allerdings vermutlich eher nicht für Erwachsene zu empfehlen.
Stefan Schwarz (2 AHME)