Am 16. Juli 2016 war es endlich soweit: nach ungefähr zweijähriger Vorbereitung für eine  Maturareise mit Sozialeinsatz, ein erstmaliges und bisher einzigartiges Projekt in Österreich, reiste ich mit einer 27-köpfigen Gruppe für drei Wochen in den Andenstaat Peru.

19  Maturanten der 5 AHMEP der HTL Steyr, zwei meiner Exschüler aus anderen Jahrgängen, ein Mädchen aus dem Elektronikzweig, ein Mädchen aus einer anderen Schule, zwei Kollegen und ein peruanischer Student aus Linz machten sich mit mir auf den Weg, um in der Armenregion Pamplona Alta, am südlichen Stadtrand von Lima, eine über 100 Meter lange Stiege mit 241 Stufen zu betonieren.

Der unwegsame Aufgang vorher Die bequeme Wegvariante vor der Übergabe nachher

Die Erfahrungen vor Ort sind für die Jugendlichen von großer Bedeutung. Der Blick über den gewohnten Tellerrand hinaus, die Konfrontation mit konkreter Armut wird einen bleibenden Eindruck in ihrem Leben hinterlassen. Was für unsere Breiten eine Selbstverständlichkeit ist, bleibt für die Kinder und Jugendlichen in den Armenvierteln von Lima meist unerreichbar.

 „Construyendo Comunidad como Voluntarios“ – als Freiwillige schaffen wir mit unserer Arbeit Gemeinschaft!

Mit einfachsten Mitteln bauten wir mit an einer Infrastruktur, welche das Leben in der kommunalen Gemeinschaft einfacher macht. Diese Infrastruktur kommt nicht nur den Kindern als gefahrenfreierer Schulweg zugute, sondern allen, die ihre ärmlichen Behausungen hoch oben auf den Hügeln von Pamplona Alta oft mit schwerem Gepäck wie Wasserkübel oder Dingen des täglichen Lebens erklimmen müssen.


Selbst das peruanische Fernsehen wurde auf unsere Aktion aufmerksam und brachte einen über 7-minütigen Beitrag in ganz Peru, der auf Facebook großes Echo von Interessierten auslöste.

http://www.americatv.com.pe/domingo-al-dia/reportajes/jovenes-austriacos-construyen-escaleras-zonas-pobres-lima-noticia-56306

Nach einer zweiwöchigen Reise durch das schöne Andenland bis hin zu den Ruinen der alten Inkastadt Machu Picchu wurden auch die Medien in Österreich auf diese Maturareise der besonderen Art aufmerksam und berichteten mehrfach in Printmedien und TV über das Engagement der Maturanten fern ab der Heimat. (Siehe Pressestimmen)
Aus meiner Sicht gibt es keine sogenannte „Dritte Welt“! Wir haben nur diese eine Welt, in der wir alle leben. Daher haben wir alle gemeinsame Verantwortung in der großen Menschheitsfamilie, egal wo auf diesem Planeten. Gandhi sagte einmal: „Sei du die Veränderung, die du dir von der Welt erwartest!“
Ein Beispiel wollten wir geben und hoffen, dass unsere Botschaft bei vielen Jugendlichen ankommt und sie ermutigt, an einer schöneren Welt mitzubauen. Für die kommenden Jahre sind weitere Aktionen geplant. Wir wollen neben den Rucksäcken der Hoffnung auch zwei Schulenbaracken in Ziegelbauten umwandeln und einen großen Sportplatz für die Kinder und Jugendlichen in Pamplona Alta bauen.

Webauftritt zum Projekt: www.sanjuandelima.at

Hans Gruber, August 2016