ARBEIT MIT DER LERNKARTEI

ABMESSUNGEN: 

Die Kartei lässt sich leicht selbst aus Karton basteln.
Da die Bilder für sich sprechen, glaube ich nicht, dass noch Anleitungen zum Bau des Karteikastens notwendig sind.

Bildquelle: Sebastian Leitner (s.u.)

 

ARBEIT MIT DER LERNKARTEI:

Wie mit der Kartei zu arbeiten ist, beschreibt Wolfgang Pohl ausführlich auf seiner Website
"Das Lernen lernen".

FAUSTREGELN:

  1. Auf die Vorderseite eines Karteizettels wird eine Frage geschrieben, auf die Rückseite die Antwort.
  2. Die Frage muss so präzise formuliert werden, dass nur eine Antwort möglich ist.
  3. Ins erste Fach kommen maximal 30 Zettel.
  4. Wenn das erste Fach voll ist, werden der Reihe nach die Zettel herausgezogen und nach Möglichkeit die Fragen beantwortet, ohne langes Nachdenken.
  5. Ist die Antwort richtig, kommt der Zettel ins zweite Fach.
  6. Ist die Antwort nicht völlig korrekt oder schlicht falsch, kommt der Zettel wieder ins erste Fach. Es hat keinen Sinn, sich selbst zu beschummeln.
  7. Ist das erste Fach leer, kann es erneut mit Lernfutter gefüllt werden.
  8. Ist das zweite Fach einigermaßen gefüllt (40 - 60 Zettel), wird etwa die Hälfte der Zettel kontrolliert.
    Es gilt der Grundsatz:
    gewusst: Zettel ins nächste Fach;
    nicht gewusst: Zettel ins erste Fach zurück.
    Dazu siehe die Skizze unten.
  9. Ist das dritte Fach voll, werden etwa ein Drittel der Zettel kontrolliert.
    Weitere Vorgangsweise siehe oben.
  10. Ist das vierte Fach voll, werden etwa ein Viertel der Fragen wiederholt.
  11. Aus dem fünften Fach werden etwa ein Fünftel der Zettel durchgegangen.
    Jetzt gilt: die nicht Gewussten unerbittlich zurück ins erste Fach (schluchz!);
    die Gewussten können genüsslich in den Papierkorb geworfen werden.
"Weg der Karteizettel":
(Bildquelle wieder Sebastian Leitner)

RECHTSCHREIBTRAINING MIT DER LERNKARTEI:

WICHTIGSTER GRUNDSATZ FÜR DAS RECHTSCHREIBTRAINING:
REGELMÄSSIG ÜBEN !!
Das heißt: 3 x pro Woche etwa 10 Minuten.
Für das Rechtschreibtraining werden die Zettel nur einseitig beschrieben. Der Übende braucht auch einen Trainingspartner.

  • Jedes falsch geschriebene Wort wird auf einen Karteizettel geschrieben (natürlich in korrekter Schreibung!)
  • Jedes Wort, bei dessen Schreibung Unsicherheit besteht, wird auf einen Zettel geschrieben.
  • Die Anzahl der Zettel in den einzelnen Fächern der Kartei darf ruhig weit geringer sein als z. B. beim Vokabellernen.
    Maximal 10 Zettel im ersten Fach sollten genug sein.
  • Der Trainingspartner (Elternteil, Mitschüler, Freundin, Leidensgenosse ...) diktiert kurze Sätze mit den Wörtern, die auf den Zetteln stehen.
  • Nach dem Diktat erfolgt sofort die Korrektur.
  • Die Zettel mit den richtig geschriebenen Wörtern wandern weiter,
  • die Zettel mit den falsch geschriebenen Wörtern wandern ins erste Fach zurück.
  • Praktische Lerntipps, u. a. zum Problem Rechtschreibung, sind auch hier zu finden.


Wer sich gründlich mit Fragen des Lernens beschäftigen möchte, dem empfehle ich folgendes Buch, verfasst vom "Vater der Lernkartei."

  • Leitner, Sebastian: So lernt man lernen. Der Weg zum Erfolg.
  • Preis: DM 17,80 (ohne Gewähr !) Taschenbuch
    317 Seiten (1995) Herder, Freibg.; ISBN: 3451043548
    Mein Kommentar: Dieses seit 1972 immer wieder aufgelegte Buch über das Lernen ist meiner Meinung nach eines der besten! Sehr amüsant, anschaulich und einprägsam werden alle Aspekte des Lernens dargeboten.


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