PC Version von UNIX
"Linux" bezeichnet zuerst einmal den Betriebssystem-Kern ("Kernel") eines freien Unix-Betriebsssystems, das der Student Linus Torvalds 1991 erschuf. Linus wollte eine Alternative zum damals im Lehrbereich weit verbreiteten Minix, die auf einfacher PC-Hardware (i80386) laufen sollte. Er stelle seine ersten Arbeiten seinen Freunden und Bekannten zur Verfügung. Jeder sollte die Software testen und im Falle eines Fehlers konnte jeder Verbesserungsvorschläge machen - und diese am besten direkt selbst implementieren. Hierzu passte die Lizenz des GNU-Projektes, das einige Zeit vorher von Richard Stallman ins Leben gerufen wurde, so dass Linux unter die GNU General Public License gestellt wurde.
Dank des rasant wachsenden Internets wuchs die Entwicklergemeinde stetig und die Entwicklungsarbeit entwickelte eine starke Eigendynamik, die bis heute anhält.
Es entstand nach und nach ein komplettes Betriebbsystems, mit einer Unmenge an freier Software aus dem GNU-Projekt und weiterer entsprechend lizensierter Software. Dazu gesellten sich speziell in letzter Zeit auch viele kommerzielle Produkte dazu. So hat z.B. fast jeder namhafte Datenbankhersteller eine passende Linux-Portierung vorzuweisen.
Nach Kernel 2.0, der im Juni 1996 freigegeben wurde, folgten im Januar 1999 Kernel 2.2 und im Januar 2001 Kernel 2.4, die aktuelle Version ist Kernel 2.6 (siehe www.kernel.org ).
Die Entwicklung des Kernels wird seit Beginn aufgeteilt, einmal in sog. "Anwender-Kernel" (mit geraden Versionsnummern), die sich durch Stabilität auszeichnen und für den Produktionseinsatz geeignet sind und parallel dazu in sog. "Entwickler-Kernel" (mit ungeraden Versionsnummern), in denen neue Technologien und Konzepte implementiert und getestet werden.
Linux unterstützt mit Kernel 2.4 nicht weniger als 16 verschiedene Rechnerarchitekturen, vom PDA (HP iPAQ) bis zum Mainframe (IBM S/390).
Seit Kernel 2.0 hat Linux auch ein offizielles Maskottchen, den Pinguin "Tux", der von Larry Ewing geschaffen wurde.
| Zurück zum Glossar | Roger Morgan / 1999-2204 | L.Änderung 29. April 2004 |