Ein typisches TSR-Programm ist z.B. ein Maustreiber. Starten Sie so einen Treiber, beendet sich das Programm (= Terminate) mit einem bestimmten Befehl, der dazu führt, daß nicht der ganze Speicher des Programms wieder freigegeben wird. Im nicht freigegebenen Speicher bleibt ein Teil des Treibers erhalten (= Resident), man nennt diesen Teil auch Memory Resident. Die Kontrolle wird zwar an den Aufrufer zurückgereicht, aber so ein TSR-Programm verbiegt zumeist einen oder mehrere Interrupts, um eine weiterreichende Funktionalität zu bewahren. Auf dieser Grundlage kann man sehr starke Einflüsse auf das Betriebssystem erhalten, da viele Funktionen des Betriebsystems über Interrupts gesteuert werden und diese daher über das Verbiegen von TSR-Programmen mit eigenen Funktionen ersetzt werden können. TSR-Programme kann man meistens auch wieder ganz aus dem Speicher entfernen, allerdings nur solange noch kein weiteres TSR-Programm geladen wurde, das einen identischen Interrupt noch einmal verbiegt. Um diese trotzdem zu entfernen, müssen Sie all TSR-Programme in der umgekehrten Reihenfolge entfernen, in der Sie sie geladen haben. Manche Programmen bieten auch noch einen Zugang, wenn sie schon resident sind. Dazu müssen Sie einen Hotkey betätigen, worauf das Programm seine Funktionen auf dem Bildschirm anzeigt.
| Zurück zum Glossar | Roger Morgan / 1998 | L.Änderung 01. January 2003 |